Power der Menschen
Kenias Jugend ist ein Barometer für die Gesundheit der Nation.
Diese Indikatoren zeigen auf, wo Politik, Investitionen und gemeinschaftliche Führung Hand in Hand gehen müssen.
Vor diesem Hintergrund erzielte SHOFCO 2025 deutliche Fortschritte bei der Unterstützung politischer Veränderungen und kollektiver Aktionen, die von jungen Menschen selbst initiiert und getragen wurden.

Kennedy Odede
Chief Executive Officer
Grassroots-Power.
Im Jahr 2025 habe ich diese Kraft unter Kenias jungen Menschen so deutlich erlebt wie noch nie. Sie reicht inzwischen weit über einzelne Personen hinaus. Besonders eindrucksvoll ist der Moment, in dem junge Menschen erkennen, dass sie ihre Herausforderungen selbst angehen können – indem sie sich zusammenschließen, von Nachbarschaft zu Nachbarschaft, und begreifen, dass sie selbst die wichtigste Ressource sind.
In diesem Jahr hat unsere Bewegung über unsere Schwerpunktbereiche Gemeinschaftsorganisation, Geschlechtergerechtigkeit, Gesundheit und Wohlbefinden, wirtschaftliche Chancen und gemeinschaftliche Resilienz 2,5 Millionen Menschen erreicht. Unsere Interessenvertretungsplattform, das SHOFCO Urban Network (SUN), mit über 2 Millionen Mitgliedern, darunter 1,2 Millionen junge Menschen, hat direkt politische Entscheidungen verändert, die ihren Alltag bestimmen. Mehr als 91.000 junge Menschen fanden würdige Beschäftigung – zu einer Zeit, in der die Jugendarbeitslosigkeit in Kenia auf 67 % gestiegen ist.
In ländlichen Gebieten Kenias haben wir lokal initiierte Klimalösungen wie Wasserspeicheranlagen ausgeweitet und 100.000 Landwirt:innen mit dürre-resistenten Saatgut ausgestattet. Unser städtisches Wassersystem wird voraussichtlich das erste lizenzierte Wasserunternehmen sein, das einen Slum in Kenia versorgt, und damit den Zugang für über 100.000 Haushalte erweitert.
Das ist Geschichte, die entsteht. Was mich am meisten bewegt ist, dass diese Wirkung organisch von unten wächst, aus der Community heraus. Sie wird von Millionen Menschen getragen, die glauben, dass Veränderung beginnt, wenn Nachbar:innen Seite an Seite stehen.

Mark Laichena
Chief Program and Strategy Officer
Im Jahr 2025 lag unser Schwerpunkt darauf, Pflegesysteme aufzubauen, die Sicherheit, Würde und Hoffnung in Kenias am stärksten marginalisierten städtischen, peri-urbanen und ländlichen Gemeinden verbinden.
Durch die Youth Agenda 2025 haben wir dazu beigetragen, psychische Gesundheit in die universelle Gesundheitsversorgung Kenias zu integrieren. Dieser Fortschritt ist entscheidend, denn psychische Unterstützung trägt dazu bei, dass Mädchen in der Schule bleiben. Wenn Mädchen sicher, gesund und lernend sind, profitieren ganze Gemeinschaften.
Wenn Gemeinschaften gemeinsam aufsteigen, folgt der Frieden. Unsere Arbeit zu Frieden und Versöhnung erfolgt über das SUN, wo unsere Mitglieder über ethnische, politische und geografische Grenzen hinweg zusammenstehen, um Frauen und Mädchen zu schützen, die Klimresilienz zu stärken und auf die Herausforderungen unserer Zeit zu reagieren.

Angela Ng'etich
Director:
Geschlechtergerechtigkeit, Bildung und WASH
Was mich im Jahr 2025 am meisten begeistert hat, ist die Veränderung sowohl in dem, was wir leisten, als auch darin, wie Gemeinschaften und Regierung beginnen, diese Arbeit eigenständig zu übernehmen.
Wir reagieren nicht mehr nur auf geschlechtsspezifische Gewalt – wir verändern, wie in Kenia darüber gesprochen, wie sie verhindert und wie Überlebende geschützt werden.
Wir haben echte Partnerschaften mit den Bezirken aufgebaut, Gemeinschaftsleiter:innen geschult, damit sie an vorderster Front stehen, und Wege geschaffen, die Mädchen sicher in der Schule zu halten. Das ist die Art von Veränderung, die Bestand hat – und es ist erst der Anfang.

John Odero
Head of SHOFCO Urban Network (SUN)
Viele Menschen fragen, wie und wann wir weiter skalieren werden. Die Wahrheit ist: Es geschieht bereits – durch unsere Gemeinschaften. Lokale Führungskräfte eröffnen neue SUN-Standorte und treiben eigenständig Initiativen voran, die unsere Reichweite erweitern.
Spannend ist, dass wir inzwischen über 80 gemeinschaftsbasierte Organisationen unterstützen, die daran arbeiten, Arbeitslosigkeit, geschlechtsspezifische Gewalt und Müll zu reduzieren und die Klimaanpassung zu stärken. Wir wissen nur zu gut, dass lokale Organisationen Programme kosteneffizienter umsetzen können als internationale Gruppen. Es ist daher nur logisch, in Führungskräfte zu investieren, die bereits innerhalb ihrer Gemeinschaften Vertrauen genießen.
Darum geht es im nächsten Kapitel von SHOFCOs Geschichte.
2,5 Millionen Menschen sind involviert
junge Menschen wurden über Jugendforen erreicht.
junge beschäftigte Menschen :
63 % weiblich, 3 % Geflüchtete und 41 % junge Mütter.
Landwirt:innen wurden mit dürre-resistentem Saatgut unterstützt.
Haushaltsmitglieder wurden durch Gemeinschaftsgesundheitsdienste erreicht.
Botschafter:innen für psychische Gesundheit wurden geschult, um an vorderster Front Unterstützung zu leisten.
von geschlechtsspezifischer Gewalt wurden mit psychosozialer und rechtlicher Unterstützung bearbeitet.
Ein Blick auf die Arbeit vor Ort
Im Jahr 2025 haben wir mutige Schritte in unseren fünf Kern-Schwerpunktbereichen unternommen.
Wir stärken die Basis und den politischen Einfluss direkt vor Ort.

Wir arbeiten Hand in Hand mit Gemeinschaften in Slums, um starke Netzwerke und lokale Führungskräfte aufzubauen, die für Rechte eintreten, gemeinsame Herausforderungen lösen und die politischen Entscheidungen beeinflussen können, die den Alltag prägen.
Im Jahr 2025 verwandelte Gemeinschaftsführung Interessenvertretung in konkrete Maßnahmen, die das Leben in ganz Kenia veränderten. In 41.000 Jugendforen kamen junge Menschen zusammen, um Prioritäten zu diskutieren und Lösungen in ihren Gemeinden voranzutreiben.
Ihre Bemühungen trugen dazu bei, die Gebühr von 1.000 KES für die Ersetzung verlorener oder beschädigter Personalausweise abzuschaffen – eine erhebliche Hürde für viele junge Menschen, die Arbeit suchen oder staatliche Leistungen in Anspruch nehmen möchten. Dies wurde durch eine Reihe von Petitionen, Jugendforen und Treffen mit Interessensvertreter:innen erreicht, bei denen SUN-Führungskräfte aufzeigten, wie der Zugang zu Ausweisen direkt wirtschaftliche Chancen und zivilgesellschaftliche Teilhabe beeinflusst.
Die gestärkte Zusammenarbeit zwischen SUN und 29 Bezirksregierungen trug dazu bei, lokale Prioritäten in Politik umzusetzen und neue Budgetmittel für Programme für Jugendliche und Frauen bereitzustellen. Heute umfasst SUN 84 aktive Standorte und vereint weiterhin Gemeinschaften unter der gemeinsamen Überzeugung: Wenn Menschen sich organisieren, folgt der Fortschritt.
Wie unsere Youth Agenda die psychische Gesundheitsversorgung in Kenias universelle Gesundheitsversorgung brachte
„Wir haben die Youth Agenda dem Council of Governors vorgestellt. Wochen später… wurde eines unserer Ziele, psychische Gesundheit für junge Menschen, in Kenias Universal Health Coverage aufgenommen… psychische Gesundheitsversorgung wird nun als zentrale nationale Leistung anerkannt.“
Sylvia Odhiambo, SHOFCO Urban Network (SUN)
Mädchen und Frauen in den Mittelpunkt von Gesundheit, Sicherheit und Rechten stellen.
Wir fördern Geschlechtergerechtigkeit, indem wir die vielfältigen Faktoren angehen, die das physische, psychische und soziale Wohlbefinden von Frauen und Mädchen prägen. Unser Ansatz umfasst Bildung, Gesundheit, Sicherheit, finanzielle Teilhabe und Gemeinschaftsführung, sodass Frauen und Mädchen sowohl die Ressourcen als auch die Stimme haben, um Veränderungen in ihrem eigenen Leben und in ihren Gemeinschaften voranzutreiben.
Im Jahr 2025 stärkte SHOFCO Kinderschutzsysteme und Partnerschaften, die die Rechte und Zukunftschancen marginalisierter Mädchen sichern, mit dem Ziel, über 500.000 Mädchen dabei zu unterstützen, die Hauptursachen für Schulabbrüche zu überwinden. Wir gingen armutsbedingte Hürden an, verbesserten die Schulinfrastruktur und vernetzten Mädchen mit Mentoring, Hygieneprodukten und psychosozialer Betreuung.
Der Zugang zu sicherem und erschwinglichem Wasser sowie sanitären Einrichtungen wurde auf 11.929 Haushalte ausgeweitet, und 31.982 Schüler:innen traten Schul-WASH-Clubs bei, die Hygiene und Würde fördern. Die Zusammenarbeit mit 15 Bezirksregierungen und nationalen Ministerien verbesserte Koordination und Verantwortlichkeit für den Schutz und die Bildung von Mädchen.
In über 6.000 Gesprächen hinterfragten Gemeindegesundheitsförderer:innen und SUN Gender Champions schädliche Normen und stärkten das Bewusstsein für die Rechte von Mädchen in Familien. Parallel dazu wurden 1.553 Leitende Fachkräfte für geschlechtsspezifische Gewalt und männliche Fürsprecher geschult, 26.749 Überlebende von geschlechtsspezifischer Gewalt erhielten umfassende Betreuung, und 3.800 besonders gefährdete Mädchen blieben dank Stipendien und Förderprogrammen in der Schule.
Gemeinschaften gesund und widerstandsfähig halten

Wir gewährleisten den Zugang zu erschwinglichen, qualitativ hochwertigen Gesundheitsdiensten, die das Leben verbessern und die Resilienz der Gemeinschaft stärken. Durch die gezielte Versorgung wichtiger Gesundheitsbedürfnisse, die Unterstützung der öffentlichen Gesundheitsinfrastruktur sowie den Ausbau von Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen ermöglichen wir es Einzelpersonen, gesünder und erfüllter zu leben.
Im Jahr 2025 setzte SHOFCO die Stärkung des Zugangs zu erschwinglicher, qualitativ hochwertiger Gesundheitsversorgung und sauberem Wasser in Slums fort. Trotz der Schließung mehrerer Spenden finanzierten Kliniken hielten unsere Gemeindegesundheitsteams die Dienste an allen Standorten aufrecht – bei einer 70 %igen Nachfragesteigerung, da Familien die Einrichtungen von SHOFCO aufsuchten.
Über 37.500 Menschen erhielten täglich sicheres, sauberes Wasser über unser Luftleitungsnetz, und 5.853 Haushalte profitierten von modernisierten öffentlichen Sanitäranlagen und neuen Hygienekampagnen. Mehr als 1.000 Botschafter:innen für psychische Gesundheit wurden geschult, und unsere Jugendinteressenvertretung trug dazu bei, psychische Gesundheit in die Universal Health Coverage Kenias zu integrieren.
In Kibera, Mathare und darüber hinaus erreichten unsere Kliniken eine 0 %ige Übertragungsrate von HIV von Mutter zu Kind, verglichen mit einem nationalen Durchschnitt von 15 %, und sorgten so für gesündere und widerstandsfähigere Familien.
Wie SHOFCO einsprang, als USAID Förderungen wegbrachen
„Als viele nahegelegene Kliniken nach den Kürzungen von USAID ihre Türen schließen mussten, haben wir unsere Arbeit nicht eingestellt. Die Nachfrage stieg um 70 %, da Menschen aus anderen Kliniken zu uns kamen.“
Florence Aluoch, Gemeindegesundheitsförderin, Mathare
Wir stärken die Basis und den politischen Einfluss direkt vor Ort

Gemeinsam mit Gemeinschaften in Slums stärken wir Netzwerke und lokale Führung, damit sie für ihre Rechte eintreten, Probleme gemeinsam angehen und die Politik mitgestalten, die ihr tägliches Leben bestimmt.
In Kenia treten jedes Jahr über 800.000 junge Menschen in den Arbeitsmarkt ein, doch nahezu 40 % bleiben arbeitslos oder unterbeschäftigt – viele von ihnen leben in Slums, in denen die Möglichkeiten begrenzt sind. Im Jahr 2025 erweiterte SHOFCO den Zugang zu würdiger Arbeit und finanzieller Teilhabe, um diese Lücke zu schließen.
Mehr als 91.000 junge Menschen fanden eine Beschäftigung, 69 % davon Frauen. Durch berufsbezogene Qualifizierungsmaßnahmen wurden 1.482 Personen im Bekleidungssektor ausgebildet, von denen 794 in formelle Beschäftigung vermittelt wurden. Weitere Teilnehmende erhielten durch neue Partnerschaften mit dem Privatsektor Lizenzen für Tätigkeiten im Versicherungsverkauf und im Einzelhandel.
Über 18.000 Mitglieder erhielten Zugang zu Spar- und Kreditangeboten über die SHOFCO SACCO, und fast 10.000 Frauen nahmen an einkommensschaffenden Maßnahmen teil. Gemeinsam unterstützten diese Initiativen junge Menschen dabei, vom Überlebensmodus zu nachhaltigen Einkommensmöglichkeiten überzugehen – und trugen so zum Aufbau einer inklusiveren und widerstandsfähigeren Wirtschaft bei.
Von der Ausbildung zu realen Jobs
„Ich liebe es, dass SHOFCO nicht bei der Ausbildung haltmacht. Wir gehen mit unseren Jugendlichen Schritt für Schritt, bis sie ein eigenes Einkommen erzielen, einen Beitrag leisten und auf eigenen Beinen stehen. Durch neue Partnerschaften mit Arbeitgebern im ganzen Land bringen wir Tausende junger Menschen in echte, würdige Beschäftigung.“
Damaris Ndua, Nachhaltige Einkommensmöglichkeiten
Wir entwickeln flexible Systeme, die Gemeinschaften helfen, zu wachsen und resilient zu bleiben.

Wir fördern die kollektive Stärke von Gemeinschaften und rüsten sie mit Wissen, Fähigkeiten und Ressourcen aus, um sich anzupassen und erfolgreich zu sein. Durch die Verknüpfung zentraler Dienstleistungen mit lokaler Führung und nachhaltigen Einkommensmöglichkeiten unterstützen wir Gemeinschaften dabei, über den bloßen Überlebensmodus hinauszugehen und eine dauerhafte Resilienz aufzubauen.
Im Jahr 2025 stärkte SHOFCO Gemeinschaftssysteme, die Haushalte dabei unterstützen, sich an wirtschaftliche und ökologische Herausforderungen anzupassen. Über 100.000 Landwirt:innen erhielten dürre-resistentes Saatgut, und mehr als 50 Wasserspeicheranlagen wurden in Siaya, Migori und Homa Bay gebaut, um Ernährungssicherheit und nachhaltige Landwirtschaft zu fördern.
Haushalts-Hygienekampagnen erreichten 26.511 Personen, und 31.982 Schüler:innen beteiligten sich an Schul-WASH-Clubs, die Gesundheit und Umweltbewusstsein stärken. An 84 aktiven SUN-Standorten mobilisierten sich Gemeinschaften, um lokale Herausforderungen zu identifizieren, für Veränderungen einzutreten und kollektives Handeln zu stärken.
Diese Maßnahmen tragen dazu bei, eine Grundlage selbsttragender Resilienz aufzubauen, in der Gesundheit, Lebensgrundlagen und Führung sich gegenseitig stärken und nachhaltigen Fortschritt ermöglichen.
Wie wir Klimaanpassung und Resilienz in unseren Gemeinschaften unterstützen
„Dort, wo die Menschen dachten, nichts könne wachsen, lassen wir alles wachsen – Nahrung, Bäume und Möglichkeiten.“
George Okewa, SUN Regionalleiter, Nyanza
Was wir im Jahr 2025 gelernt haben
In diesem Jahr haben unsere Teams gemeinsam mit den Gemeinschaften auf Herausforderungen reagiert und sich weiterentwickelt.
1
Lebensgrundlagen für Jugendliche gelingen, wenn sich Angebot, Nachfrage und unterstützende Systeme gleichzeitig entwickeln
Wir haben gelernt, dass alleinige Ausbildung das Problem der Jugendarbeitslosigkeit nicht löst. Junge Menschen stehen vor überlappenden Herausforderungen: Sie benötigen die richtige Kombination aus fachlichen Kompetenzen, digitaler Bildung, Praxiserfahrung und Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten; sie brauchen sinnvolle Kontakte zu Arbeitgebern; und sie sehen sich strukturellen Hürden gegenüber, wie fehlender Dokumentation, Kinderbetreuung und mangelnder Konnektivität.
Wenn diese Barrieren isoliert angegangen werden, führt das zu fragmentierten Ergebnissen.
Einblick des Teams

„Wenn ich junge Menschen treffe, die unsere Ausbildungsprogramme abschließen, fragen sie oft: ‚Werde ich wirklich einen Job bekommen?‘ Das ist eine berechtigte Frage. Mein Lieblingsteil an dieser Arbeit ist, ja sagen zu können – und es wirklich zu meinen. Ni wakati wa kufanya kazi. Es ist Zeit zu arbeiten.“
Damaris Ndua, Nachhaltige Einkommensmöglichkeiten
Lektion:
Arbeitslosigkeit ist kein einzelnes Problem und kann nicht mit einer einzigen Maßnahme gelöst werden. Unsere wirksamsten Modelle zur Förderung von Lebensgrundlagen berücksichtigen gleichzeitig Angebot, Nachfrage und systemische Hürden, sodass junge Menschen vollständig am Wirtschaftsleben teilhaben können.
2
Eigenverantwortung schafft Nachhaltigkeit.
Unser langjähriges Modell zur Abfallbewirtschaftung in Gemeinschaften basierte auf monatlichen Stipendien für Jugendliche, die Reinigungsaktionen durchführten. Obwohl kurzfristig effektiv, erwies es sich finanziell als nicht nachhaltig und bot wenig langfristige Eigenverantwortung. Um dem zu begegnen, startete SHOFCO einen gemeinschaftsweiten Ideenaufruf, bei dem Bewohnende ihre eigenen Abfallmanagementlösungen entwickeln konnten. Über 30 Konzepte wurden eingereicht, die besten wurden mit kleinen Startzuschüssen unterstützt.
Lektion:
Kurzfristige Anreize schaffen Aktivität; Eigenverantwortung der Gemeinschaft schafft Nachhaltigkeit. Unser Modell wandelt sich von stipendienbasierten Reinigungsaktionen hin zu gemeinschaftlich geführten Unternehmen, wobei die Finanzierung in Startzuschüsse für tragfähige, lokal initiierte Abfallmanagementprojekte umgeleitet wird, die über die Unterstützung von SHOFCO hinaus bestehen können.
3
Gemeinschaftsführung bedeutet, dass die Gemeinschaft es selbst trägt.
Wir haben uns von NGO-gesteuerter Kommunikation entfernt und Gender Champions in unsere SUN-Governance-Strukturen eingebettet. Über 1.000 geschulte Champions führen nun Präventions-, Vermittlungs- und Sensibilisierungsaktivitäten in ihren eigenen Gemeinschaften durch und erreichen mehr als 100.000 Menschen mit Botschaften zu Geschlechtergerechtigkeit und Schutz. Dies ermöglicht nachhaltigere, fest verankerte Prävention und Reaktion.
Einblick des Teams

„Echte Fürsorge in Bezug auf Geschlechterfragen bedeutet, Unterkunft, Beratung, medizinische Versorgung, rechtliche Unterstützung und Hoffnung unter einem Dach zu vereinen und gleichzeitig sicherzustellen, dass alle Partner zusammenarbeiten, um dauerhafte Pflegesysteme zu ermöglichen.“
Caroline Sakwa, Gender Lead, SHOFCO
Lektion:
Der Erfolg von Programmen steigt, wenn Mitglieder der Gemeinschaft die Initiative übernehmen und die Ergebnisse selbst verantworten.
4
Als sich die Youth Voice Forums von SHOFCO auf 19 Bezirke ausweiteten, wurde die Nachverfolgung aller Teilnehmenden zunehmend schwieriger. Als Reaktion darauf startete SHOFCO einen Pilotversuch mit einem WhatsApp-Chatbot, um das Lernen über die Präsenzforen hinaus zu erweitern. Über die Plattform können Jugendliche Fragen stellen, lokale Updates erhalten und auf zuverlässige Informationen zu Governance und bürgerschaftlicher Teilhabe zugreifen.
Lektion:
Technologie kann das gemeinschaftliche Lernen nicht ersetzen, aber verstärken. Der Chatbot hält die Jugendlichen zwischen den Foren engagiert und informiert und macht Bürgerschaftliche Teilhabe und Mentoring im ganzen Land konsequenter und zugänglicher.
5
Zuhause ist das erste Klassenzimmer
Unsere Bildungsteams stellten fest, dass der größte Lernfaktor nicht immer in der Schule liegt. Es war die Unterstützung, die Kinder zu Hause erhielten. Frühe Lese- und Rechenfähigkeitsbewertungen zeigten, dass Kinder, die Hilfe bei den Hausaufgaben von Eltern oder Betreuungspersonen erhielten, dreimal häufiger die Lernziele erreichten.
Unsere neuen Parental Empowerment and Engagement Trainings helfen nun Eltern und Betreuungspersonen, die Vertrauen und Werkzeuge zu erlangen, um das Lernen zu Hause zu unterstützen.
Einblick des Teams

„Wir wollen kein Mädchen aus der Bildung verdrängt sehen, wegen Gewalt, Schwangerschaft oder vermeidbarer Krankheit. Das Ausmaß, das wir in diesem Jahr erreicht haben, zeigt, wie erfolgreich dieses Ziel wird.“
Angela Ngetich, Program Director, Education, WASH und Gender
Lektion:
Bildungsergebnisse werden nicht nur durch schulische Inputs bestimmt. Engagierte Eltern und Betreuungspersonen sind entscheidend für den Lernerfolg jedes Kindes.
6
Junge Menschen hatten Schwierigkeiten, an unseren präsenzbasierten Sitzungen zur psychischen Gesundheit teilzunehmen – sei es wegen Stigmatisierung, Entfernung oder Kosten. Um diese Lücke zu schließen, starteten wir virtuelle, von Gleichaltrigen geleitete Sitzungen jeden Samstag, gemeinsam moderiert von Jugendbotschafter:innen und Fachexpert:innen.
Die Sitzungen erreichten 9.000 junge Menschen in sieben Bezirken, darunter Nairobi, Mombasa und Kisumu, während 5.000 Botschafter:innen an Reflexionstreffen in ihren Gemeinschaften teilnahmen, um die Gespräche fortzuführen. Fast die Hälfte aller Teilnehmenden beteiligte sich aktiv, indem sie Fragen stellten oder Erfahrungen online teilten.
Lektion:
Offenheit schafft Verbindung. Durch die Kombination von digitalem Zugang und Peer-Führung bricht SHOFCO Stigmatisierung auf und stellt sicher, dass mehr junge Menschen über psychische Gesundheit sprechen und Unterstützung finden können, wenn sie sie brauchen.
SHOFCO ist eine von der Gemeinschaft getragene Organisation, die das Leben in urbanen Slums verbessert – mit grundlegenden Dienstleistungen, Beteiligungsmöglichkeiten und Programmen für Bildung und Führung, besonders für Frauen und Mädchen.
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