Von der Bibliothek zur Lebensader: Wie Inua Rise Together Jugendlichen in Mathare neue Perspektiven eröffnet
Im Herzen von Ngei, einem Viertel innerhalb des weitläufigen Mathare-Gebiets in Kenias Hauptstadt Nairobi, steht eine Bibliothek. Einst eine bescheidene Einrichtung, hat sie sich zu einem lebendigen Zentrum für Innovation, Heilung und Hoffnung entwickelt. An der Spitze steht Sarah Ogolla, Vorsitzende von Inua Rise Together – eine gemeinwohlorientierte Initiative, die durch das landesweite SHOFCO-Programm zur Stärkung lokaler Organisationen (Community Based Organisations, CBOs) unterstützt wird, in Zusammenarbeit mit der Mastercard Foundation.
Was einst als Treffpunkt für Kinderbücher begann, ist heute ein vielseitiges Befähigungszentrum, das insbesondere Jugendliche und junge Frauen anspricht. Mit Unterstützung von SHOFCO konnte das Zentrum sein Angebot ausbauen und seine Wirkung vertiefen – ein Beispiel dafür, wie lokal verankerte Lösungen einige der tiefgreifendsten städtischen Herausforderungen Kenias angehen können.
"Viele Frauen hatten mit Depressionen, frühen Schwangerschaften und finanzieller Unsicherheit zu kämpfen. Sie saßen ohne Einkommen zu Hause. Indem wir ihnen Fähigkeiten vermitteln, geben wir ihnen Würde zurück und schaffen Wege aus der Armut." – Sarah Ogolla
Das Angebot von Inua Rise Together reicht von der Vermittlung digitaler Kompetenzen und Grafikdesign bis hin zu Kursen in Perlenkunst, Häkeln und dem Upcycling von Glasflaschen zu Blumenvasen – als Beitrag zur ökologischen Nachhaltigkeit. Diese Angebote sind weit mehr als berufliche Weiterbildungen – sie sind essenzielle Lebensadern in einer Gemeinschaft, in der viele junge Menschen zwar die Schule abschließen, sich eine weiterführende Ausbildung aber nicht leisten können.
Die Jugendarbeitslosigkeit liegt in Kenia laut Weltbank weiterhin bei über 13 Prozent, wobei der Großteil der jungen Menschen ohne geregelte Beschäftigung oder soziale Absicherung im informellen Sektor arbeitet. In urbanen Slums wie Mathare verschärft dieser wirtschaftliche Druck soziale Probleme wie geschlechtsspezifische Gewalt, Drogenmissbrauch und Jugendkriminalität.
Sarah und ihr Team erleben diese Zusammenhänge täglich:

Wenn Frauen anfangen, eigenes Einkommen zu erzielen, nehmen häusliche Spannungen ab. Wenn junge Männer anfangen, Online-Inhalte zu erstellen statt kriminellen Tätigkeiten nachzugehen, sehen wir echte Veränderungen. Mit einem Smartphone und Entschlossenheit lernen sie heute, zu gestalten, zu filmen und zu programmieren – dieser Zugang verändert alles.“
Die Angebote vermitteln nicht nur praktische Fähigkeiten, sondern stärken auch das Selbstwertgefühl und die Zukunftsperspektive der Teilnehmenden. Bereits nach vier Monaten verlassen viele das Programm mit marktfähigen Kompetenzen – und mit der Erkenntnis, dass Erfolg nicht zwingend ein Studium voraussetzt.
Das CBO-Programm von SHOFCO in Zusammenarbeit mit der Mastercard Foundation geht weit über finanzielle Unterstützung hinaus. Es bietet praxisnahe Workshops in Führung, Finanzmanagement und beim Beantragen von Fördergeldern – essenziellen Kompetenzen für eine nachhaltige Wirkung.
„Dank der Schulungen in Finanzberichterstattung und Antragstellung von SHOFCO konnten wir wachsen und größer denken“, sagt Sarah.
SHOFCO unterstützt derzeit 180 gemeinwohlorientierte Organisationen in ganz Kenia. Durch die Ausstattung lokaler Führungspersönlichkeiten mit Geräten und Materialien, Netzwerken sowie institutioneller Unterstützung wird eine nationale Bewegung aufgebaut, die von Beginn an echte, skalierbare Lösungen ermöglicht.
Jährlich befähigen wir über 140.000 Community-Mitglieder durch das Programm für nachhaltige Einkommensmöglichkeiten.
2024 erreichten durch SHOFCO unterstützte lokale Organisationen (Community Based Organisations, CBOs) – in Partnerschaft mit der Mastercard Foundation – über 15.000 Menschen mit Angeboten von Mutter-Kind-Gesundheit bis beruflicher Förderung. Über 70 Prozent der geschulten Partner konnten danach unabhängig zusätzliche Mittel beschaffen.
1,7
Arbeitsplätze entstehen durchschnittlich durch jede Person, die bei SHOFCO unternehmerisch geschult wird.
63%
der jungen Menschen im Programm für nachhaltige Lebensgrundlagen werden von anderen jungen Menschen angestellt – 55 % dieser Jobs stammen von frauengeführten Unternehmen.
3,205
Teilnehmende des Programms wurden 2023 in Arbeitsplätze und Praktika vermittelt.
Machen Sie mit!
Helfen Sie mit, noch mehr Frauen auf ihrem Weg zu wirtschaftlicher Unabhängigkeit und Stabilität zu unterstützen! Erfahren Sie, wie Sie die Mission von SHOFCO stärken können.
Verwandt
SHOFCO ist eine von der Gemeinschaft getragene Organisation, die das Leben in urbanen Slums verbessert – mit grundlegenden Dienstleistungen, Beteiligungsmöglichkeiten und Programmen für Bildung und Führung, besonders für Frauen und Mädchen.
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